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DocMorris: Barrierefreiheit bei Online-Apotheken

Wie ich als Kunde von DocMorris erfahren musste, legt diese Online-Versandapotheke keinen Wert auf Barrierefreiheit. Offenbar legt man dort keinen Wert auf behinderte Kunden. Ich habe daher mein Konto löschen lassen und benutze wieder die Apotheke nebenan. Aber von Anfang an: Der Online-Einkauf bei DocMorris ist für Bilnde extrem schwierig. Andauernd poppen Lightboxen auf, die den Inhalt verdecken und mühsam weggeklickt werden müssen. Der Hammer war aber die Rechnung: Diese Rechnung kann man sich als PDF herunterladen. Und sie ist für Blinde absolut unzugänglich: Die PDFs sind absichtlich so eingestellt worden, dass sie für Blinde nicht auslesbar sind. So eine Unverschämtheit habe ich selten erlebt. Auf meine Hinweise per Mail und Twitter habe ich keine Antwort bekommen. Daher habe ich mein Konto löschen lassen und mir eine andere Apotheke gesucht, die mich als behinderten Kunden schätzt.

Lohnt es sich, sich als Behinderter beim Bundesamt für Justiz zu bewerben?

Lohnt es sich, sich als Behinderter beim Bundesamt für Justiz zu bewerben? Liebe Freunde, ich habe in diesem Blog ja schon über meine schlechten Erfahrungen mit dem Bundesamt für Justiz berichtet. Diversität heißt dort wohl, dass man weiße Normalos und Normalinas einstellt:-) Natürlich sagen die dann immer, es ist an den Kompetenzen oder an der persönlichen Eignung gescheitert. Dass das eine reine Schutzbehauptung ist, hat sich jetzt wieder herausgestellt. Ein blinder Freund von mir hat sich als Sachbearbeiter für Barrierefreiheit dort beworben. Er gehört zu den wenigen kompetenten Personen in Deutschland zu diesem Thema. Das Bundesamt für Justiz hat ihn erst einmal vier Monate hängen lassen und dann ohne Begründung abgesagt. Die Stelle ist einfach neu ausgeschrieben worden. Das spricht dafür, dass man dort keine kompetente behinderte Person einstellen will. Es überrascht nicht, dass das Bundesamt für Justiz kein diversity-Statement und keinen Aktionsplan zur Inklusion hat. Wir dürf…

Warum die Linken uns nur als Opfer lieben

Nimmt man den Linken die Identitätspolitik weg, bleibt heutzutage nichts mehr von ihnen übrig. Marx und Lenin sind out, der Kommunismus außer der Mode, das Öko-Thema gehört den Grünen. Sozialpolitisch unterscheiden sich die Linken durch die 20-Prozent-Regel. Fordert die SPD einen Mindestlohn von 10 Euro, fordert die Linke zwei Euro mehr. Soll das Kindergeld um 20 Euro erhöht werden, fordert die Linke 40 € mehr. Die einzige Protestpartei hat keine Ideen, die über das Modell Status Quo + X hinausgehen. Sie sind ebenso sinnentleert wie die FDP. Es bleibt also die Identitätspolitik. Man engagiert sich für Migranten, Muslime, Homosexuelle, Intergender-Personen und so weiter, ob diese das wollen oder nicht. Die Arbeiter und Gewerkschaften hat man inzwischen aufgegeben, da die Arbeiter im Kern konservativ und die Gewerkschaften struktur-konservativ und nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind. Wir mögen die Ausländer, aber nicht den Ausländer Dabei spielt man den Rechten brillant in die Hä…

Corona und die Verachtung der Unterschicht durch die Linken

Bekanntermaßen treibe ich mich vor allem in der links-liberalen Filterblase herum. In der Hoch-Zeiten von Corona erreichte mich hundertfach die Botschaft #stayathome und #flattenthecurve. Klar bleibe ich zuhause, Arbeit war zu, Geschäfte waren zu, Cafés waren zu, Museen Aren zu. An der Corona-Krise lässt sich aber auch leicht die Abneigung des links-liberalen Milieus gegen die Unterschicht erkennen. Die meisten - wenn nicht alle - der StayAtHomer waren Gutverdiener, die von zuhause arbeiten konnten. Sie verfügen über einen guten Internet-Anschluss, ausreichend Computer, sie haben wahrscheinlich ein Haus oder eine große Wohnung und einen Garten oder andere Grünfläche. Ihre Beschimpfungen richteten sich in der Regel an Leute mit kleinen Wohnungen, mit vielen Kindern und gegen arme Leute – mit anderen Worten, das Unterschichten-Pack. Natürlich wird so etwas nie explizit ausgesprochen, sondern steht zwischen den Zeilen: Diese dummen Unterschichtler, können nicht mal zuhause bleiben, son…

Warum Faarradfahrer gefährlicher sind als Autos und die Fußgänger die echten Parier sind

Überall liest man vom Ausbau der Fahrradwege, von der Umwandlung von Parkflächen in Fahrrad-Abstellflächen. Doc über die wichtigste Gruppe hört man gar nichts, die Fußgnger. Obwohl das die größte Gruppe ist. Fahrradfahrer, vor allem diejenigen mit Elektrobikes, scheinen lobotomiert zu sein. Sie rasen über Bürgersteige, selbst wenn es gekennzeichnete Fahrradwege gibt und die Straßen praktisch leer sind. Dabei bedrängen sie Fußgnger, insbesondere Ältere und Behinderte sowie Kinder, also alle, die sich nicht wehren oder schnell genug reagieren können. Die Farradfahrer sind die wahren Assozialen der Straße. Sie stellen ihre Fahrräder oft quer auf dem Bürgersteig ab, so dass man nur als Schlangenmensch an ihnen vorbei kommt. Den Fahrradclub ADFC interessiert das nicht Schweigen dazu tut der Fahrradclub ADFC. Jeder angebliche Verkehrstote Fahradfahrer wird heimlich begrüßt, da er die Argumentation stärkt. Wie viele Fußgnger durch irre Fahrradfahrer verunfallen, ist dem ADFC egal. Ebenso, d…

Verstößt der LWL gegen den Datenschutz?

Dass der LWL nicht viel für barrierefreie Webseiten übrig hat, wussten wir schon. Doch auch mit dem Datenschutz scheint er auf Kriegsfuß zu stehen.
So versuche ich seit Wochen, mich aus dem Presseverteiler des LWL austragen zu lassen. Meine Antworten auf Ihre Pressemitteilungen- die im übrigen handwerklich sauschlecht gemacht sind - werden geflissentlich ignoriert. Und nein, es ist keine "No Reply"-Mail-Adresse, sondern die normale LWL-Kontakt-Mail-Adresse.
Auffällig ist auch, dass der LWL in seinen Presseverteiler-Mails keine Informationen zum Abmelden oder einen Abmeldelink integriert hat. Das wäre nach Telemedien-Gesetz verpflichtend, das der LWL vermutlich auch nicht kennt. Möglicherweise hilft ein Hinweis an deren Datenschutz-Beauftragten, ich habe aber die LWL-Mails einfach in den Spam-Ordner geschoben und bleibe seitdem verschont.

Digitale Barrierefreiheit beim LWL - leider Fehlanzeige

Der Landschaftsverband Westfalen Lippe trägt das Banner von Inklusion vor sich her, belässt es aber offenbar bei Symbolpolitik. Anders ist nicht zu erklären, warum er die Barrierefreiheit seiner Webseiten so vernachlässigt. So ignoriert er die EU-Richtlinie 2102 für barrierefreie Webseiten. Es gibt keine Erklärung zur Barrierefreiheit und keinen Feedback-Mechanismus, keine Erklärung zur Konformiätt mit einem Standard wie BITV 2.0 oder sonst irgendwas. Die Überschrift H1 ist eigentlich für sinnvollen Inhalt, also für die Content-Überschrift reserviert. Beim LWL heißt sie www.lwl.org, super. Auf der Seite des Stellenmarktes ist die erste Überschrift "Kontakt". die einzelnen Stellenausschreibungen sind nicht per Überschrift markiert. Der Link "Details zu der Stelle" wird ständig wiederholt, das kleine 1x1 der Web-Barrierefreiheit hat der LWL offenbar nicht gelernt. Leider ist auch das Bewerbungsformular des LWL nicht barrierefrei, offenbar möchte man keine behindert…