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Friedrich Merz und seine Paschas - er kanns nicht lassen

Jürgen Trittin meinte einmal, Merz habe nicht nur die Frisur eines Skinheads und leider ist da auch was dran: Von Merkel hätte es Bemerkungen wie diese nicht gegeben. Leider ein allgemeiner Reflex von der CDU, mit rechten Parolen kann man sogar Wahlkämpfe gewinnen, wie die Polit-Rentner Jürgen Rüttgers, Roland Koch oder Stoiber und Seehofer von der CSU immer wieder zeigen. Es ist schon lustig, wenn jemand wie Merz so etwas sagt, ein BlackRocker, dessen Millionärs- und Milliadärs-Freunde ungestraft Steuern hinterziehen oder gigantische Gewinne abschöpfen können. Klau 1000 € und du landest im Knast, klau 10.000.000 € und du wirst der beste Freund der CDU - oder einer anderen Partei im Bundestag inklusive der AfD. Es ist nichts dagegen, gegen die Assozialen vorzugehen, die gegen Hilfs- und sicherheitskräfte vorgehen, sie sollten entsprechend bestraft werden und es sollte auch präventiv gehandelt werden. Das sind keine Bagatellen, ebenso wie die massenahfte sexuelle Belästigung und Übergri

Was ist mit Sahra Wagenknecht passiert?

Sahra Wagenknecht war immer eine streitbare Persönlichkeit. Doch ist deutlich merkbar, dass sie in den letzten fünf bis zehn Jahren immer weiter nach rechts gedriftet ist. Und mittlerweile ist sie dort angekommen, sie würde heute besser in die AFD passen als in die Linke. Das gilt - ein wenig abgeschwächt - für ihre zahlreichen Anhänger in der Linkspartei. Was hat dazu geführt, dass sie heute im Bundestag und außerhalb Wahlkampfhilfe für die AfD macht? Es gibt zwei zentrale Ereignisse in Wagenknechts Leben, die diese Entwicklung herbeigeführt haben dürften. Das erste war ihre Fehde mit der damaligen Parteichefin Katja Kipping. Beide stammen aus verschiedenen Flügeln der Linken, aber es scheint auch persönlich nicht funktioniert zu haben. Wagenknecht war damals Fraktionsvorsitzende zusammen mit dem überschätzten und uncharismatischen Dietmar Bartsch. Es ist die höchste Position, die Wagenknecht in ihrem Leben erreicht hat, es sei daran erinnert, dass sie innerhalb der Partei nie ein höh

weiß und männlich - Die Stunde Null – Der Wirtschaftspodcast von Capital und n-tv

Beim Stöbern stieß ich auf den Podcast "Die Stunde Null – Der Wirtschaftspodcast von Capital und n-tv". Zunächst klingen die Episoden interessant, auch wenn die die beiden Moderierenden sich als Super-Kapitalisten generieren. Wir kennen das: Leute, die alles in den Hintern gesteckt haben und unter Freiheit verstehen, dass sie nach Rio oder Dallas jetten können, die Freiheit sollte doch jeder haben - der das nötige Kleingeld hat, versteht sich. Und die Geschichten über die Unternehmer sind durchaus interessant. Eines fällt aber schnell auf: Die Interviewpartner sind praktisch immer männlich. Wenn ich mich nicht verzählt haben, waren im Jahr 2022 drei weibliche Interviewpartner dabei, bei rund 50 Folgen. SChaut man genauer hin, sind die Interviewpartner auch sehr selektiv ausgewählt: Männer mit akademischen Hintergrund und so gut wie kein Mensch mit Migrationshintergrund: Weißer gehts kaum. Wir lassen mal den Holländer und die Österreicherin außer acht. Und drittens fällt auf,

Warum Sahra Wagenknecht nicht aus der Linkspartei austritt

Man kann Sahra Wagenknecht viel nachsagen, aber eines ist sie ganz sicher: Eine Meisterin der Selbstinszenierung. Sie ist Bundestagsabgeordnete, war einmal Fraktionsvorsitzende und immerhin  hat sie eine Bewegung mitinitiiert, auch wenn Aufstehen sich inzwischen hingesetzt hat. Wie Lafontaine ist Wagenknecht im Grunde eine One-Person-Show. Es wird immer suggeriert, diese oder jene Personen würden mit ihr sympatisieren. Und tatsächlich werden viele ihrer Positionen von großen Teilen der Linken geteilt. Aber ich glaube, das ist ihr im Grunde egal. Ein Großteil der Konflikte der Linken liegt nicht an sich in den Themen, sondern in den Nuancen und der Kommunikation nach außen. Viele Linke teilen im Grunde den Antiamerikanismus Wagenknechts und die Liebe für faschistoide Demokratieverächter wie Putin. Sie wollen das nur nicht laut sagen, weil das in der Tat unpopoulär wäre. Warum folgt Wagenknecht also nicht dem Beispiel ihres Göttergatten Lafontaine und tritt aus der Linkspartei aus? Die A

fyn Kliemann: Von ganz groß bis ganz klein

Hypes haben sich durch Social Media in den letzten Jahren unheimlich beschleunigt. Interessant ist, dass die gleichen Mechanismen, die einen Schein-Riesen groß machen auch in kürzester Zeit zerlegen können. Nehmen wir das Beispiel fyn Kliemann. fyn Kliemann - bin ich eigentlich die einzige, die diesen Typen vor ein paar Monaten gar nicht kannte - ist von der Szene unglaublich gehypt worden. Es stimmt, diejenigen, die ihn groß gemacht haben, haben ihn jetzt auch verkleinert. Allerdings zeigt sich hier die Doppelmoral vieler dieser Jungstars. Der Hype ist gut, solange er Ruhm bringt. Aber kritische Nachfragen sind offenbar nicht erwünscht. Wir haben unheimlich viele dieser Hypes erlebt: Vieles hat mit Greenwashing zu tun. Man sollte meinen, dass die Medien und die Öffentlichkeit mal klüger werden, aber das ist wohl vergeblich. fyn Kliemann  hat sich auch ziemlich dumm angestellt. Wenn er ein ganz normaler Unternehmer gewesen wäre und sich auch so verhalten hätte, gäbe es keine Probleme.

AfD: Der Marsch nach rechts

Alle neu gegründeten Parteien machen eine ähnliche Entwicklung durch. Am Anfang gibt es Euphorie, vor allem, wenn es Erfolge zu verzeichnen gibt. In der zweiten Phase brechen Konflikte auf, die sich immer an der Bruchlinie auftun: Den Realos und den Funis. Oft geht es dabei nur um Stilfragen, also wie man nach außen auftritt. Die Realos sind für einen gemäßigerten Auftritt, die Fundis für radikale Forderungen. Nachdem es in Deutschland lange Zeit sehr still war - praktisch hat sich seit der Gründung der Grünen relativ wenig getan - können wir das in den letzten 15 Jahren live studieren. Die WASG/Linkspartei, die Piratenpartei und jetzt die AfD. Nicht immer ist ganz klar, welche Störmung sich durchsetzt. Bei der Linkspartei wie bei der AfD sind beide Strömungen relativ stark. Die Linkspartei ging unter Riezinger/Kipping eher in Richtung Realismus, die Strömung ist aber mit dem Abgang von Hennig-Wellsow fürs Erste gescheitert. Bei der Piratenpartei hatte sich hingegen keine Strömung klar

Ulrike Guerot: Von der Wissenschaft zur Verschwörungstheorie

Als alte Politikwissenschaftlerin verfolge ich ja immer, was sich in meinem Fach tut. Hervorgetan hat sich eine Politikwissenschaftlerin, die man ohne Corona außerhalb ihres Faches kaum kennen würde: Die Professorin Ulrike Guerot. Um das mal einzuordnen: Für das Erlangen einer Professorenstelle ist es in Deutschland üblich, dass man den akademischen Bereich nie verlässt. Guerot ist also Zeit ihres Karriere-Lebens vom Staat bezahlt worden. Die Demokratie bringt es auch mit sich, dass man ihre Kritiker finanziert. Ein großartiges System, das meine ich ganz unironisch. Guerot wäre in vielen Teilen der Welt für ihre staatskritischen Äußerungen im Gefängnis gelandet, zumindest aber aus dem Staatsdienst entfernt worden. Bekanntermaßen schützt ein hoher akademischer Grad nicht davor, dummes Zeug von sich zu geben. Und das hat Frau Guerot in den letzten 2,5 Jahren reichlich getan. In den Medien erzählt sie, dass man seine kritische Meinung über Corona oder jetzt über Russland nicht frei äußern