Digitale Barrierefreiheit beim LWL - leider Fehlanzeige

Der Landschaftsverband Westfalen Lippe trägt das Banner von Inklusion vor sich her, belässt es aber offenbar bei Symbolpolitik. Anders ist nicht zu erklären, warum er die Barrierefreiheit seiner Webseiten so vernachlässigt. So ignoriert er die EU-Richtlinie 2102 für barrierefreie Webseiten. Es gibt keine Erklärung zur Barrierefreiheit und keinen Feedback-Mechanismus, keine Erklärung zur Konformiätt mit einem Standard wie BITV 2.0 oder sonst irgendwas. Die Überschrift H1 ist eigentlich für sinnvollen Inhalt, also für die Content-Überschrift reserviert. Beim LWL heißt sie www.lwl.org, super. Auf der Seite des Stellenmarktes ist die erste Überschrift "Kontakt". die einzelnen Stellenausschreibungen sind nicht per Überschrift markiert. Der Link "Details zu der Stelle" wird ständig wiederholt, das kleine 1x1 der Web-Barrierefreiheit hat der LWL offenbar nicht gelernt. Leider ist auch das Bewerbungsformular des LWL nicht barrierefrei, offenbar möchte man keine behinderten Bewerber. Das fängt schon damit an, dass man keine geschlechtsneutrale Anrede auswählen kann, also sind offenbar nur Personen mit eindeutigem Geschlecht willkommen. Es fehlen außerdem verschiedene Labels, doe vorhandenen Labels sind zu lang und nehmen auf der Braillezeile viel Platz weg. Es gibt keine vernünftige Fehlermeldung. Hat man ein Pflichtgfeld nicht richtig ausgefüllt, bekommt man keinen Hinweis darauf, wo der Fehler auftritt. Insgesamt ist das Formular nicht state of the art. So fehlt eine maschinenenlesbare Kennzeichnung von Pflichtfelder, dank HTML5 und ARIA schon seit mehr als fünf Jahren möglich.

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