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Sie wollen Dir was verkaufen - Misstraue Gesundheits-Infos

Übrigens, wenn du Dich verbessern möchtest, kauf doch den Schrott aus meinem Laden oder lass Dich von mir coachen. Das könnte über den meisten Websites zum Thema Gesundheit oder verwandten Bereichen stehen. In diesem Bereich dominieren zwei Typen von Angeboten: Da sind im Internet vor allem die allgemeinen und fachlichen Medienportale. Bei Fachportalen wie Runners World kann man fachlich gute Informationen erwarten, bei den üblichen Nachrichtenseiten zumeist nur abgeschriebenen oder kopierten Junk. Daneben gibt es aber Social Media Heroes: Im Augenblick konzentrieren sie sich auf Instagram, Tictoc oder YouTube. Sie haben mehrere tausend Follower und entsprechend eine gute Reichweite. Sie verkaufen Coaching-Leistungen, Produkte über den eigenen Shop oder machen verschiedene Formen der Werbung. Nun gut, aber wenn sie schlecht informieren oder nur verkaufen wollen, würde das auf Dauer doch nicht funktionieren oder? Leider doch. Sobald ich etwas verkaufe oder bewerbe, kann ich per se nicht...

Warum liest man selten negative Diät-Erfahrungen?

Welche Diät man auch in der Suchmaschine des Vertrauens bingelt, ist euch schon mal aufgefallen, dass es so gut wie keine negativen Erfahrungsberichte gibt? Low Carb, Kurzzeit-Fasten, Formula - es scheint entweder bei allen zu funktionieren oder man bekommt angezeigt, welche Fehler man angeblich gemacht habe, wenn es nicht funktioniert. Woran liegt es? Der wichtigste Grund dürfte sein, dass die Berichte nicht repräsentativ sind. Entweder haben die Berichter tatsächlich Erfolg gehabt, das sei ihnen gegönnt. Oder sie lassen negative Erfahrungen bewusst oder unbewusst unter den Tisch fallen. Die erfolgreichsten Informationsseiten zu diesem Thema werden von Coaches oder Verkäufern betrieben, also Leute, die uns etwas andrehen wollen. Da kann die Wahrheit schon mal auf der Strecke bleiben, das käme bei potentiellen Kunden nicht gut an. Zumindest in den Fällen, in denen man uns etwas verkaufen möchte, kann man auch gerne von Fakes ausgehen. Es gibt diese typischen, unüberprüfbaren Berichte ü...

Mehr essen und abnehmen - so gehts

Du musst weniger essen, um abzunehmen, das ist der generelle Rat. So pauschal ist dieser Rat allerdings falsch. Zunächst einmal ist die Frage, was "weniger" bedeutet. Weniger bezieht sich in der Regel auf das Nahrungsvolumen. Statt zwei Teller Nudeln vielleicht 1,5, statt dem großen den mittelgroßen Smoothie. Auf Dauer wird das aber nicht klappen. Es gibt aber einen simplen Trick, wie man mehr essen kann, ohne zuzunehmen. Er besteht darin, das Volumen zu vergrößern, aber die Kalorien-Dichte zu verringern. Was die Kalorien angeht, können wir Nahrungsmittel in vier Kategorien einteilen: - Gemüse und Salat mit überwieend geringem Kalorien- und hohem Wasser-Anteil - Obst und einige Gemüse-Sorten wie Kartoffeln mit ausgewogenem Kalorien- und Wasser-Anteil - Fleisch, Getreide und einige Milchprodukte mit höherem Kalorien- und geringem Wasser-Anteil - Genußmittel wie Süßigkeiten und Knabberzeug mit hohem Kalorien- und geringem Wasser-Anteil Je höher der Kalorien-Anteil, desto mehr k...

Intermittierendes Fasten - kein Abnehmen ohne Kalorien-Defizit

Immer wieder kursiert der Mythos, dass man mit intermittierendem Fasten abnehmen könnte, egal, was oder wie viel man in der Essenszeit zu sich nähme. Das ist leider Unsinnn. Würde man ein wenig logisch darüber nachdenken, käme man auch von selbst drauf. Einige der Befürworter dieser Hypothese behaupten, Fasten sei die ursprüngliche Lebensweise gewesen. Das trifft zumindest auf die Einwohner fruchtbarer Regionen nicht zu. In vielen Ländern des Südens gibt es bis heute Früchte und andere Lebensmittel in Fülle, die sich ohne Mühe einsammeln lassen. Auch Kleinwild gibt es reichlich - also kein Grund, Hunger zu leiden. Es widerlegt aber auch die These von der Kalorien-Speicherung. Hätten die Menschen früher ein starkes Kalorien-Defizit gehabt und kein Fett angesetzt, wenn sie bei der Jagd Erfolg gehabt haben, dann wären die Menschen schließlich verhungert. Es kann nur eines richtig sein: Entweder haben die Menschen gehungert und Fett angesetzt, als sie Essen bekommen haben. Oder sie haben n...

Lebenshaltungskosten - endlich wieder normal?

Es fällt mir schwer, das zu sagen, aber das Leben in Deutschland war bisher pervers billig. Viele fühlen sich wie aus dem Paradies vertrieben und das ist es in gewisser Weise auch. In meisten Teilen der Welt gibt man einen Großteil des Einkommen sofort wieder aus: Miete, Essen, Mobilität, ab und zu ein kulturelles Event - fürs Alter bleibt da wenig übrig. In Deutschland haben wir uns an billig gewöhnt. Unsere Lebensmittel, unsere Kleidung, unsere Autos, Smartphones, Computer und all die anderen Dinge kosten so gut wie nichts und wir können trotzdem für das Alter sparen. Natürlich gibt es sie, die Leute, die jeden Euro umdrehen müssen und für sie wird die Situation schwieriger. Ihnen sollte unbedingt geholfen werden. Für sie ist es blanker Hohn, wenn jemand sagt, man müsse jetzt mal weniger heizen, weil sie sich das Hochheizen eh nie leisten konnten. Das ist aber ein kleiner Teil der Bevölkerung. Der Rest hat wie die Made im Speck gelebt. Wir haben nie glernt, ein genügsames Leben zu fü...

Tino Chrupalla und Janine Wissler - ein seltsames Paar

Die AfD und die Linkspartei - sie haben doch mehr gemeinsam, als sie gerne war haben wollen. Beide sind klassische Protestparteien, Fleisch von meinem Fleische, wie man so schön sagt. Die WASG entstammt wesentlich aus der SPD, die AfD in großen Teilen aus der CDU. Beide hatten als Protestparteien ihre Hochzeiten. Beide haben unglaublich viel Personal verschlissen bzw. aus Altersgründen verloren. So gibt es kaum noch vorzeigbare Personen mit bundesweiter Bekanntheit. Sören wer, Johanna soundso. Beiden Parteien fehlt das strategische Zentrum. Man könnte sagen, dass die Partei zusammenhält, was eigentlich nicht zusammengehört. So wie Essig und Öl oder Südpol und Nordpol. Die Radikalen sind ja eben radikal, weil sie sich nicht mit Andersmeinenden zusammentun. Deswegen spalten sich linke wie rechte Gruppen praktisch täglich. Man bräuchte eine zentrale Figur oder Idee, dann kann man auch Leute wie Wagenknecht oder Höcke wegstecken. Aber beide Parteien füttern auch einen Haufen unfähiger Mens...

Meine Erfahrungen mit dem intermittierendem Fasten

Vorneweg: Ich mache intermittierendes Fasten nur zum Abnehmen. Alles Andere wie die Steigerung des HGH, der Autophagie und so weiter ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen und für mich daher sekundär. Dass Fasten zum menschlichen Leben gehört ist nicht überzeugend. Zumindest die Menschen, die in den Tropen leben bzw. gelebt haben konnten innerhalb weniger Stunden genügend Lebensmittel sammeln, um sich und ihre Familien zu versorgen. Ich halte weiterhin alle Phasen, die weniger als 24 Stunden dauern für wirkungslos. 16:8 kann man wohl kaum ernsthaft als Fasten bezeichnen, die Hälfte der Zeit verschläft man und in acht Stunden kann man die weggelassene Mahlzeit mehr als wett machen. Weiterhin ist es Unsinn, dass man nur durch Fasten abnehmen kann, wenn man in den Ess-Phasen einen Kalorien-Überschuss hat. Im Endeffekt zählt die Langzeit-Kalorien-Bilanz. Hat man da ein Defizit, nimmt man ab, ansonsten nicht. Ich verfolge die 1:1-Strategie. Das heißt, einen Tag essen, einen Tag Pause, wobe...